Unklare Muskelbeschwerden

Der Mensch besitzt mehr als 650 verschieden große und unterschiedlich geformte Muskeln. Die Muskulatur macht über ein Drittel unserer Gesamtkörpermasse aus. Sie stützt unser Skelett und sorgt mit ihrer Grundanspannung, dem sogenannten Muskeltonus, dafür, dass wir scheinbar ohne Anstrengung aufrecht stehen oder sitzen können. Durch das ständige Zusammenspiel von Anspannung (Kontraktion) und Entspannung (Relaxation) können wir Bewegungen ausführen, langsam gehen und schnell laufen. Wie wichtig Muskeln im Alltag sind, wird meist dann deutlich, wenn sie Beschwerden und Schmerzen verursachen. Doch nicht immer ist klar, woher diese rühren.

Was sind Muskelschmerzen?

In der Medizin werden Muskelschmerzen allgemein als Myalgie bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den beiden Wörtern ‚Myos’ für Muskel und ‚Algos’ für Schmerzen zusammen. Muskelschmerzen werden als Symptome betrachtet und können akut oder chronisch auftreten. Sie können sich bei bestimmten Bewegungen, beim Fortbewegen allgemein oder bei Druck äußern. Wahrgenommen werden Muskelschmerzen auf verschiedene Weise, z.B. als dumpf, ziehend, stechend oder brennend. Sie können sich nur auf eine bestimmte Stelle (lokal) oder einen ganzen Körperbereich (diffus) beziehen.

Wie können Muskelbeschwerden entstehen?

Nahezu jeder Mensch hatte schon einmal Muskelbeschwerden. Oftmals handelt es sich zwar um schmerzhafte, jedoch harmlose Erscheinungen, die schnell wieder abklingen. Doch sie können auch ernsthafte Folgen haben.

Muskelbeschwerden können im Zusammenhang mit folgenden Ursachen auftreten:

  • Muskelkater kann infolge von Überanstrengung entstehen, etwa nach sportlichen oder körperlich anspruchsvollen Aktivitäten.
  • Verspannungen gehören zu den häufigsten Muskelbeschwerden und treten oft in den Schultern, am Nacken oder Rücken auf. In den meisten Fällen sind Bewegungsmangel und Fehlhaltungen, z.B. bei der Arbeit am Computer, dafür ursächlich.
  • Verletzungen nach Stürzen, Überbelastungen oder Überdehnungen können zu schmerzhaften Muskelzerrungen bzw. Muskelfaserrissen führen. Diese entstehen meist beim Sport, wo sie oft an den Beinen, etwa an den Waden oder Oberschenkeln, vorkommen.
  • Erkältungen oder Infektionen, z.B. Grippe, können ebenfalls von Muskelschmerzen begleitet werden.
  • Medikamente können unter Umständen Muskelbeschwerden als Nebenwirkungen hervorrufen.
  • Muskelkrämpfe können entstehen, wenn der Wasser-Elektrolyt-Haushalt gestört ist und ein Mineralstoffmangel, z.B. zu wenig Magnesium, vorliegt.
  • Weitere Ursachen können sein: Stoffwechsel- oder Autoimmunkrankheiten, Fibromyalgie, Neuralgie, hormonell bedingte Erkrankungen, Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum.

Wie werden Muskelschmerzen diagnostiziert?

Um die Ursache für die Muskelbeschwerden festzustellen, wird der Arzt zunächst die Krankheitsgeschichte des Patienten erheben und anschließend eine körperliche Untersuchung durchführen. Eine genaue Schilderung der Schmerzen des Betroffenen kann bereits sehr aufschlussreich sein. Gegebenenfalls sind weitere klinische Untersuchungen bei einem entsprechenden Facharzt, z.B. Orthopäde, Neurologe oder Rheumatologe, notwendig.

Wann eignet sich eine Laufanalyse zur Abklärung von Muskelschmerzen?

Mithilfe einer Laufanalyse können in vielen Fällen die Ursachen für unklare Muskelbeschwerden zuverlässig abgeklärt oder aber ausgeschlossen werden. Durch eine Laufanalyse können Gangstörungen, Fehlhaltungen, Fehlstellungen und Fehlbelastungen, die zu Muskelschmerzen führen können, optimal aufgedeckt werden. Dazu zählen beispielsweise Probleme an den Rücken-, Nacken- oder Schultermuskeln, oder Schmerzen an der Waden- bzw. Unterschenkelmuskultur. Letztere können auftreten und mit der Zeit schlimmer werden, wenn beispielsweise der Patient beim Laufen vorwiegend auf der Innenseite (Pronation) oder Außenseite (Supination) des Fußes läuft und sich darüber nicht bewusst ist.

Wie können Muskelbeschwerden therapiert werden?

Die Therapie wird anhand der Diagnose bestimmt. Bei akuten Muskelschmerzen empfiehlt es sich, die betroffene Körperpartie bzw. die Gliedmaßen sofort ruhig zu stellen, zu kühlen und hochzulegen sowie gegebenenfalls einen Kompressionsverband anzulegen. Der betroffene Körperteil sollte ausreichend geschont und erst wieder belastet werden, wenn die Beschwerden abgeklungen sind.

Mit der Laufanalyse zur erfolgreichen Therapie

Konnte im Rahmen der Laufanalyse festgestellt werden, dass die Muskelbeschwerden beispielsweise durch ein fehlerhaftes Abrollen der Füße verursacht wurden, kann eine entsprechende Einlagenversorgung die Ursache beheben und die Schmerzen lindern. Weiterhin kann für eine langfristige Besserung von Muskelbeschwerden, z.B. in Rücken- und Nacken, eine Physiotherapie ratsam sein, um Fehlhaltungen zu korrigieren und Beschwerden zu mindern.

Unsere Experten

Vereinbaren Sie einen Termin bei unseren erfahrenen Laufanalyse-Spezialisten. Eine kompetente und auf Sie individuell abgestimmte Beratung und Diagnose mittels einer Gang- und Bewegungsanalyse kann Ihnen helfen in Zukunft schmerzauslösende Faktoren zu verringern oder ganz zu vermeiden.

Laufanalyse-Spezialisten

Mit ihrer jahrelangen Erfahrung sind unsere Laufanalyse-Experten darauf spezialisiert Ihnen bei allen Beschwerden, die beim Gehen auftreten können weiterzuhelfen, damit Sie sich möglichst bald wieder schmerzfrei bewegen können.
Porträt Dr. Mehmet Rüzgar

Dr. med. Mehmet Rüzgar

Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin
Porträt Dr. med. Stefan Gouder

Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Laufanalyse

Die biomechanische Gang- und Laufanalyse ist eine orthopädisch-funktionelle Untersuchungsmethode. Das Ziel ist es zu prüfen, ob Auffälligkeiten in der Muskelfunktion, dem Bewegungsablauf oder auch in der Interaktion mit dem Schuhwerk bestehen. Auf Basis der Ergebnisse bekommen Sie individuelle Empfehlungen, um Ursachen der Überlastung zu bekämpfen oder einfach Ihren Laufstil weiter zu optimieren.
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Vorteile der Laufanalyse

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Präventiv und bei akuten Beschwerden
Individuelle Therapien möglich
Auch als Radsitzpositionsanalyse anwendbar

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