Schmerzen in den Beinen

Über ihren Ursprung und die Behandlungsmöglichkeiten

Schmerzen in den Beinen können jeden Menschen betreffen. Sie haben unterschiedliche Ausprägungen und können sowohl beim Gehen, beim Stehen oder beim Sitzen und Liegen auftreten. Es gibt diverse Erkrankungen, die für die Schmerzen in Frage kommen. Um den Patienten helfen zu können, ist es deshalb sehr wichtig, die Ursachen zu kennen.

Wie machen sich Schmerzen in den Beinen bemerkbar?

Abhängig davon, welche Ursachen den Beinschmerzen zugrunde liegen, unterscheiden sich auch die Arten der Schmerzen. Wenn ein Patient zum Beispiel unter X-Beinen leidet, dann tun ihm hauptsächlich die Füße und die Knie weh. In den Ober- und Unterschenkeln sind die Schmerzen dagegen weniger bemerkbar. Durchblutungsstörungen wie eine PAVK machen sich in ihren Anfangsstadien erst als anhaltendes Kribbeln bemerkbar. Wenn sich die Krankheit über einen längeren Zeitraum weg entwickelt, kann aus dem Kribbeln ein Brennen werden, das dann zu einem schmerzhaften Gefühl führt.
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Wie entstehen Schmerzen in den Beinen?

Die Schmerzen in den Beinen können eine ganze Reihe unterschiedlicher Gründe haben. Manchmal sind die Schmerzen eine Folge eines Traumas wie beispielsweise einem Sturz oder einem Unfall. In einigen Fällen lassen sich die Schmerzen auf die Gewohnheiten der Patienten zurückführen. In einigen Fällen sind die Schmerzen aber auch mit Erkrankungen verbunden.

Die häufigsten Ursachen für Beinschmerzen

Entzündungen

Bei einer Überbeanspruchung der Sehnen der Füße und der Beine können sich Entzündungen bilden. Eine Entzündung wie zum Beispiel die Achillessehnenentzündung Tendinitis sind für die Betroffenen sehr schmerzhaft und machen sich bei jeder weiteren Belastung der betroffenen Körperteile bemerkbar. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sich eine chronische Veränderung der jeweiligen Sehnen bilden.

Gelenkerkrankungen

Kranke Gelenke erschweren die Bewegung der Beine und der Füße. Jede Bewegung ist für die Patienten sehr anstrengend und sehr schmerzhaft. Zu den häufigsten Gelenkerkrankungen zählen die Arthritis und die Arthrose.

Fehlstellungen

Stehen die Füße und die Beine nicht im Lot, kann das auf Dauer zu anhaltenden Schmerzen in den Beinen und im restlichen Körper führen. Die Patienten nehmen dann häufig Schonhaltungen ein, um den Schmerzen entgegen zu wirken. Dadurch werden andere Fehlhaltungen zum Beispiel in der Wirbelsäule und in den Schultern begünstigt.

Manche Fehlstellungen entstehen als Folge eines Unfalls, wenn die Knochen sich verschieben oder nach einem Bruch nicht mehr richtig zusammenwachen. Andere Fehlstellungen sind angeboren. Viele Fehlstellungen sind aber das Resultat eines falschen Gangs und lassen sich zum Beispiel auf ein falsches Schuhwerk zurückführen.

Krampfadern

Krampfadern oder auch Varizen sind krankhaft veränderte Venen, in denen sich Lymphflüssigkeit ansammelt. Sie sind unter der Haut deutlich sichtbar und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die unnatürliche Anlagerung von Flüssigkeit ist für die betroffenen Personen oft unangenehm und sie verspüren Schmerzen, wenn sie die Krampfadern berühren.

Verletzungen

Verletzungen sind eine der häufigsten Ursachen für Schmerzen in den Beinen. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Knochenbruch, Einschnitte, Blutergrüße oder andere Traumata handeln.

Aber auch Verstauchungen, Bänderdehnungen oder ein Bänderriss sind oft für die Beinschmerzen verantwortlich. Solche Verletzungen sind auf den ersten Blick nicht sichtbar, denn sie entstehen ohne dass die Hautschichten beschädigt werden. Das gleiche kann auch zutreffen, wenn Muskelfasern verletzt oder beschädigt werden.

Durchblutungsstörungen

Wenn die Durchblutung der Beine gestört ist, kann das sehr unangenehm werden. Sie spüren leichte bis starke Schmerzen, die das ganze Bein entlang strahlen können. Der Schmerz ist quasi ein Warnsignal des Körpers, dass in den betroffenen Regionen die Durchblutung nicht normal funktioniert.

Typische Erkrankungen sind die Atherosklerose und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (kurz PAVK). Bei beiden Krankheitsbildern verengen sich die Blutgefäße, sodass das Blut schlechter durch die betroffenen Gefäße gepumpt werden kann.

Auch Gefäßverschlüsse in Form einer Thrombose oder einer Embolie zählen zu den möglichen Ursachen starker Beinschmerzen. Bei diesen Erkrankungen bildet sich in den Blutgefäßen ein Klumpen aus verklebten Blutzellen, der Thrombus genannt wird. Wenn der Thrombus vom Blutstrom abgerissen wird und ein kleineres Gefäß in der Nähe verstopft, wird das als Thrombose bezeichnet. Wandert der Thrombus dagegen durch den Körper und verschließt ein entferntes Blutgefäß, wird das Embolie genannt.

Wie lassen sich Beinschmerzen diagnostizieren?

Da die Schmerzen in den Beinen so viele verschiedene Ursachen haben können, ist eine gründliche Diagnose sehr wichtig. Dazu haben Ärzte und Orthopäden unterschiedliche Möglichkeiten. In einem ersten Schritt findet das Patientengespräch statt. Bei dieser sogenannten Anamnese beschreibt der Patient, wo die Schmerzen auftreten, wie sie sich bemerkbar machen und wie lange er bereits darunter leidet. Das Patientengespräch soll allerdings nur einen ersten Anhalt darüber geben, was die Beinschmerzen verursachen könnte.

Mit einer Laufanalyse der Ursache für Beinschmerzen auf den Grund gehen

In einer weiteren Untersuchung findet eine Laufanalyse statt. Dabei muss der Patient ein kurzes Stück über eine spezielle Platte oder ein Laufband gehen. Sensoren im Boden vermessen die Druckverteilung während der Laufanalyse. Gleichzeitig filmen Kameras die Bewegung der Füße und der Beine des Patienten während der Schrittabwicklung. Mit Hilfe der Laufanalyse kann ein Orthopäde feststellen, ob ein Patient ein normales Gangbild vorweist. Fehlstellungen und Fehlhaltungen lassen sich dabei leicht erkennen. Aber der Arzt hat auch die Möglichkeit das Schuhwerk der Patienten zu kontrollieren. Dabei macht er eine Laufanalyse, bei der der Patient Schuhe trägt und eine ohne Schuhe. Die beiden Analysen werden verglichen, um festzustellen, ob das Schuhwerk für mögliche Fehlstellungen verantwortlich sein kann.
Person auf dem Laufband - Laufanalyse

Wie läuft eine Wirbelsäulenvermessung ab?


Bei einer Wirbelsäulenvermessung wird der Rücken des Patienten mit einem medizinischen Scanner untersucht, um die Stellung der Wirbelsäule beim Stehen, beim Gehen und eventuell auch beim Sitzen zu ermitteln. Dazu ermittelt der Scanner anhand von typischen Fixpunkten den Verlauf der Schultern, der Wirbelsäule und der Hüfte. Schiefstände wie zum Beispiel eine Skoliose lassen sich auf diesem Weg schnell diagnostizieren. Manche Orthopäden kombinieren eine Wirbelsäulenvermessung auch direkt mit der Laufanalyse, um bessere Aussagen über die Ursachen der Beinschmerzen machen zu können.

Bildgebende Verfahren helfen bei der Diagnose

Sind keine äußeren Einflüsse erkennbar, nutzt der Arzt bildgebende Verfahren wie das offene MRT, um den Patienten zu untersuchen. Der Vorteil des MRTs liegt darin, dass es eine hohe Auflösung besitzt und ein klares Bild der Weichteile erzeugt. Der Arzt kann so selbst kleinste Verletzungen oder Verschlüsse feststellen. Für die Patienten ist ein MRT völlig ungefährlich. Zur Erzeugung der Bilder werden Magnetfelder und Radiowellen eingesetzt, die der Scanner vom MRT anschließend in ein Bild umwandelt. Bei einem offenen MRT kann der Arzt den Scanner genau auf die Körperregion ausrichten, die er untersuchen möchte. Darum ist die Untersuchung auch in der Regel nach knapp 30 Minuten abgeschlossen.

Wenn Patienten über Schmerzen in den Beinen klagen, kann es sich zusätzlich noch als nützlich erweisen, wenn eine Wirbelsäulenvermessung durchgeführt wird.

Wie werden Schmerzen in den Beinen behandelt?

Die Behandlung der Schmerzen in den Beinen richtet sich nach den jeweiligen Ursachen. Bei Verletzungen wie zum Beispiel einem Knochenbruch oder bei Überlastungen der Sehnen wird das Bein mit einem Gips oder einer Schiene ruhiggestellt. Die Verletzung soll auf natürlichem Weg ausheilen.

Ein Gelenkverschleiß kann eventuell durch das Spritzen von Hyaluronsäure verbessert werden. Fehlstellungen der Füße und Beine lassen sich dagegen mit entsprechenden Orthesen, orthopädischen Einlagen oder Schuhzurichtungen behandeln. Das Ziel dieser Behandlungen ist es immer eine normale Schrittabwicklung zu begünstigen und die Fehlhaltungen zu korrigieren. Wenn Patienten wiederum an Krampfadern leiden, werden meisten Kompressionsstrümpfe verschrieben. Diese unterstützten den Flüssigkeitstransport der Blutgefäße und können ein Abschwellen der Krampfadern bewirken.

Präventive Maßnahmen gegen Schmerzen in den Beinen

Damit es nicht zu Schmerzen in den Beinen kommen kann, sollten Patienten darauf achten, dass sie ihre Füße und Beine nicht zu stark beanspruchen. Passendes, bequemes Schuhwerk kann hierbei helfen. Außerdem sollten Personen, die viel gehen oder stehen müssen, immer mal wieder kleine Pausen einlegen und ihre Füße und Beine entspannen.

Auch wenn noch keine akuten Schmerzen auftreten, können Patienten sich von einem Orthopäden hinsichtlich ihrer Haltung und ihres Gangbilds untersuchen lassen. Wer beispielsweise Laufsport betreiben möchte, der kann eine Laufanalyse von sich machen lassen, um festzustellen, ob er seine Beine beim Laufen richtig bewegt. Auch eine Wirbelsäulenvermessung kann als präventive Maßnahme durchgeführt werden, um Fehlhaltungen bereits frühzeitig zu erkennen und zu therapieren.
Wer in seinem Beruf viel gehen oder stehen muss, der sollte auch darüber nachdenken sich von seinem Arzt Kompressionsstrümpfe verschreiben zu lassen. Diese fördern die Durchblutung und den Flüssigkeitstransport in den Beinen, damit es gar nicht erst zur Entstehung von Krampfadern kommt. Darüber hinaus empfiehlt es sich älteren Menschen sich regelmäßig von einem Arzt untersuchen zu lassen. Auf diesem Weg besteht eine gute Chance einen möglichen Verschleiß der Gelenke oder Krankheiten wie eine PAVK frühzeitig zu erkennen, damit sie behandelt werden kann, bevor es zu Beinschmerzen kommt.

Unsere Experten

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Dr. med. Mehmet Rüzgar

Dr. med. Mehmet Rüzgar

Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin
Dr. med. Stefan Gouder

Dr. med. Stefan Gouder

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Laufanalyse

Die biomechanische Gang- und Laufanalyse ist eine orthopädisch-funktionelle Untersuchungsmethode. Das Ziel ist es zu prüfen, ob Auffälligkeiten in der Muskelfunktion, dem Bewegungsablauf oder auch in der Interaktion mit dem Schuhwerk bestehen. Auf Basis der Ergebnisse bekommen Sie individuelle Empfehlungen, um Ursachen der Überlastung zu bekämpfen oder einfach Ihren Laufstil weiter zu optimieren.
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Vorteile der Laufanalyse

Videogestützte Analyse
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Präventiv und bei akuten Beschwerden
Individuelle Therapien möglich
Auch als Radsitzpositionsanalyse anwendbar

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